Wappen Zinnwald

Zinnwald

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts ist im größeren, böhmischen Teil der Zinnwalder Lagerstätte der Tiefbau aktenkundig. Im kleineren, sächsischen Teil der Lagerstätte begann die Zinngewinnung dagegen erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zinnwald war Teil der Herrschaft Lauenstein, die seit 1517 der Familie von Bünau gehörte. Durch Versteigerung wechselte der Besitz erst 1821 an den Graf von Hohenthal auf Püchau (bei Wurzen).
Die ersten Siedler von Sächsisch-Zinnwald finden 1570 Erwähnung.

Erst kurz vor dem 30-jährigen Krieg begann eine stärkere Entwicklung des Ortes, nachdem 1596 bedeutende Erzanbrüche zu einer ersten Blüte des Bergbaus auf sächsischer Seite führten. 1671 wurde die nach dem Kurfürst Johann Georg II. benannte Siedlung Georgenfeld gegründet, die ab 1728 durch die Siedlung Neugeorgenfeld erweitert wurde. Das Gebiet von Georgenfeld war kurfürstlicher Besitz, verwaltet vom Amt Altenberg. Der Bergflecken Sächsisch-Zinnwald war zunächst nur ein Ortsteil von Neugeising. 1717 ist Zinnwald von Neugeising abgetrennt und politisch zur selbständigen Gemeinde erklärt worden. Erst 1953 wurde Zinnwald mit der Nachbargemeinde Georgenfeld vereinigt. Seit 1994 ist die Gemeinde Zinnwald-Georgenfeld Ortsteil der Bergstadt Altenberg.
Der traditionsreiche Zinnwalder Bergbau beschränkte sich seit seinem Beginn in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zunächst auf die Gewinnung von Zinnerzen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Abbau von Wolframerzen Bedeutung. Ab 1890 wurde außerdem auch Lithiumglimmer gefördert. Dieses auch als "Zinnwaldit" bezeichnete Gestein war das einzige wirtschaftlich nutzbare Lithiummineral Deutschlands.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 kam der Bergbau in Sächsisch-Zinnwald vollständig zum Erliegen.

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