Rekonstruktionsarbeiten im Bergbaumuseum Altenberg
Der Projektierung der Sanierungsarbeiten ging ab 1983 ein fundiertes Archiv- und Quellenstudium durch die Museumsmitarbeiter mit Unterstützung durch die Bergakademie Freiberg voraus.
Auf der Basis dieser wissenschaftlichen Forschungen wurden in Eigenleistung nach historischen Befunden Entwurfszeichnungen erstellt sowohl für den Wiederaufbau der schwer geschädigten maschinellen Einrichtung als auch für den originalgetreuen Nachbau nicht mehr erhaltener Aufbereitungsanlagen.
Zielstellung der Rekonstruktion war die lückenlose Darstellung der historischen Aufbereitungstechnologie in seiner Entwicklung bis Anfang des 20. Jahrhunderts.
1990 konnte der Wiederaufbau der Historischen Zinnwäsche beginnen. Nach einer Investition von rund 2,5 Mill. DM ist die Historische Zinnwäsche seit Oktober 1994 wieder zur Besichtigung zugänglich.


    Durch weiterführende Baumaßnahmen in der Umgebung der Zinnwäsche wurde der gesamte Museumsbereich neugestaltet. Dazu zählen:
  • die Erweiterung des Schaustollens 1987-93,
  • der Aufbau der Freiflächenausstellung 1993-94,
  • die Neuerrichtung eines Funktionalgebäudes im Jahr 1999
  • und die ständige Erweiterung der Museumsausstellungen.
Damit ist es gelungen, einen erlebnisreichen Museumskomplex zu schaffen, der das gesamte Spektrum der bergmännischen Tätigkeit von der Erzgewinnung unter Tage bis zur Herstellung eines verhüttungsfähigen Erzkonzentrates über Tage in verschiedenen Zeitepochen darstellt.

Auszeichnungen des Sanierungsprojektes:
1991:  durch die Kommission der Europäischen Gemeinschaften zum "Pilotvorhaben zur Erhaltung von europäischen Baudenkmälern" ernannt
1999:  Sächsischer Staatspreis für Architektur und Bauwesen - Gruppe "Engere Wahl"
© by Christina Schröder