Wappen Altenberg

Kneippkurort Altenberg

Um 1440 wurde die historisch als "Zwitterstock" bezeichnete Zinnerzlagerstätte entdeckt. Die erste urkundliche Erwähnung der Zinngruben am Geisingberg stammt aus dem Jahr 1446. Um die Entwicklung der Stadt nachhaltig zu fördern, verlieh der sächsische Kurfürst Friedrich II., der Sanftmütige, im Jahr 1451 der bis dahin wilden und planlosen Siedlung Stadtrecht mit der Gewährung städtischer und bergbaulicher Privilegien. 1491 erwarben die sächsischen Herzöge Albrecht und Georg von den Bärensteiner Grundherren das Altenberger Bergbaugebiet und erhoben es 1502 zu dem eigenen "Amt Altenberg mit Altgeising".

Die Zeit bis zum Ausbruch des 30-jährigen Krieges und dem Pingenbruch 1620 war durch einen intensiven Bergbau gekennzeichnet. Aus dieser Periode sind drei bedeutende bergbauliche Anlagen bis heute erhalten geblieben:
Der Aschergraben, die Galgenteiche und der "Zwitterstocks-Tiefe-Erbstollen". Zur Weiterführung des Bergbaus nach dem Pingenbruch und dem 30-jährigem Krieg wurde 1663/64 die "Altenberger Zwitterstocksgewerkschaft" durch den Zusammenschluß der Grubenunternehmer gebildet. Neben dem beherrschenden Erzbergbau gab es in Altenberg Schmelzhütten und Zinngießereien. Später kam es zur Ansiedlung kleinerer Handwerksbetriebe.
In Heimarbeit befaßte man sich mit typisch erzgebirgischem Handwerk, wie Klöppeln, Schnitzen, Flechten, der Herstellung von Kunstblumen, Spinnen und Stricken. Zu Beginn des 20. Jh. bewirkten der aufkommende Tourismus und die Entwicklung des Wintersports eine spürbare Belebung der Region. Durch Stadtbrände insbesondere 1945, bei dem fast 70% des Stadtzentrums zerstört wurden, und den fortschreitenden Zinnbergbau hat sich das Stadtbild mehrfach gewandelt.
1991 mußte der Zinnbergbau nach 550 Jahren nahezu ununterbrochener Produktion wegen Unrentabilität eingestellt werden. Die Stadt Altenberg ist heute ein bedeutender Fremdenverkehrsort und international bekannt für die Austragung hochrangiger Wintersportwettbewerbe auf der Rennschlitten- und Bobbahn. Seit den 50-er Jahren des 20. Jh. ist das Kurwesen eine weiterer Wirtschaftsfaktor, der durch die staatliche Anerkennung der Stadt als "Kneippkurort" im Jahr 2004 weiteren Aufschwung erhielt.

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